Biodiversität Tännesberg weiter gefördert

Die Modellgemeinde Biodiversität Tännesberg geht in eine neue Entwicklungsphase: Der Bayerische Naturschutzfonds hat im Oktober 2013 weitere Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro bis 2017 zugesagt.

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Das Projekt „Natur.Vielfalt.Tännesberg“ wurde 2015 mit dem Qualitätssiegel der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Anlässlich dessen trafen sich Projektbeteiligte und Presse am 8. Oktober 2013 in Tännesberg mit dem zuständigen Vorstand des Fonds, Georg Schlapp. Bei einer Wanderung durch das Kainzbachtal präsentierten Initiator Anton Wolf und die neue Projektmanagerin Gabriele Schmidt einige Erfolge der letzten Jahre: Das Wiesental ist durchgängig, indem Fichtenriegel entfernt und traditionelle Steinbrücken gebaut wurden. Es wurden Teiche und Steinaufschüttungen für Arten wie Schwarzstorch oder Kreuzotter angelegt. Die Flächen werden extensiv bewirtschaftet und weisen einen hohen Anteil an bedrohten Arten auf, wie Weiße Waldhyazinthe, Sumpfschrecke, kurzflügelige Schwertschrecke oder aus der Gruppe der Libellen alle drei Keiljungferarten. Die Besuchergruppe fand Fraßreste des Fischotters. Sie besuchte auch eine Weide mit der alten Nutztierrasse Rotvieh. Wie Schlapp betonte, sind die Fördergelder dazu gedacht, das Erfolgsgeheimnis des Biodiversitätsprojekts Tännesberg bald weiterzugeben. Konkret formulierte er die Erwartung, dass in den nächsten drei Jahren ein Leitfaden für andere Gemeinden erstellt werden soll. Außerdem solle der „Feinkostladen“ Tännesberg mit Rebhuhnzoigl, bunten Kartoffeln und Backprodukten aus alten Getreidesorten noch besser vermarktet werden.