Birkwildmonitoring

Das Birkhuhn ist die am intensivsten und längsten beobachtete Tierart im Biosphärenreservat Lange Rhön.

Ausgezeichnetes Projekt der
UN-Dekade Biologische Vielfalt

Rhoensprudel_Logo_44Wir danken der Firma Mineralbrunnen Rhön-Sprudel für die großzügige Unterstützung des Engagements der Stiftung im Biosphärenreservat Rhön.

BNFsDie Stelle des Gebietsbetreuers wird gefördert über den Bayerischen Naturschutzfonds.

Das Monitoring des Birkwildes in der Rhön läuft bereits seit 1963 in der Form einer jährlichen Zählung. Begonnen wurde es durch den damaligen Birk- und Auerwildhegering Bayerische Rhön. Aufgrund der besorgniserregenden Bestandsentwicklung wird seit Ende der 70er Jahre jährlich eine Birkhuhnzählung auf der Fläche des heutigen Naturschutzgebiets „Lange Rhön“ nach standardisierter Methode durchgeführt.

Damit können verlässliche Populationsgrößen ermittelt werden. Diese stellen den Beginn einer planmäßigen Bestandserfassung dar. Die standardisierte Synchronzählung wurde 1977 von Dr. Franz Müller entwickelt und von Wolfgang Dietzen (ehemals Wildbiologische Gesellschaft München) zusammen mit der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Unterfranken etabliert. Diese Zählmethode schließt Doppelzählungen recht sicher aus. Mittlerweile finden die Zählungen im Frühjahr und Herbst statt. Dadurch können Daten über den Bruterfolg bzw. die Überlebensrate über den Winter erfasst werden.

Bestandsentwicklung-Birkwild_1977-2015
Bestandsentwicklung-Birkwild_1977-2015

Gebietsbetreuer Torsten Kirchner beobachtet darüber hinaus das Birkwild das ganze Jahr über, zählt Gesperre und führt zugleich ein Monitoring der gefährdeten Begleitvogelarten Raubwürger, Bekassine, Braunkehlchen und Wachtelkönig durch.

Gleichzeitig mit der Birkwildzählung finden auch weitere Vogelzählungen in den Offenlandschaften der Hessischen und Thüringischen Hochrhön statt, so dass an diesem Tag ein sehr umfassender Überblick über die Vogelwelt gewonnen wird. Ab 1997 führte die bayerische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön die Zählungen zusammen mit dem Birkwildhegering weiter. Ornithologen, Jäger, Vertreter der Naturschutzverbände, der Verwaltung und andere fachkundige Personen erfassen am Stichtag der Zählung früh morgens alle Birkhuhn- und Vogelbeobachtungen. Seit 2004 wird diese etablierte Zusammenarbeit von der Wildland unter Regie des Landratsamtes Rhön-Grabfeld organisiert.