Ehrenamtliche Lupinenaktionen im NSG Lange Rhön wieder mit großer Beteiligung

Um dem Lupinenproblem auf der Langen Rhön Herr zu werden, wurden die Arbeiten zur Bekämpfung des Neophyts im Jahr 2017 weiter verstärkt. Torsten Kirchner koordiniert als Gebietsbetreuer der Wildland-Stiftung Bayern die vielfältigen Aktionen.

Ausgezeichnetes Projekt der
UN-Dekade Biologische Vielfalt

Rhoensprudel_Logo_44Wir danken der Firma Mineralbrunnen Rhön-Sprudel für die großzügige Unterstützung des Engagements der Stiftung im Biosphärenreservat Rhön.

BNFsDie Stelle des Gebietsbetreuers wird gefördert über den Bayerischen Naturschutzfonds.

Neben einer Spezialmaschine, die besonders auf nassen Flächen zum Einsatz kommt, ist erstmals ein professionelles Team mehrere Monate hauptamtlich mit der Bekämpfung der Staudenlupine beschäftigt. Ergänzt werden diese staatlich geförderten Maßnahmen durch viele Ehrenamtliche unterschiedlichster Gruppierungen wie Schulen im Landkreis Rhön-Grabfeld, der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld und Tann, dem Rhönklub, der Bergwacht oder dem Bergwaldprojekt. Auch Privatleute und -familien, die mittlerweile Patenschaften für wertvolle Rhönwiesen übernommen haben,  sind daran beteiligt. Koordiniert und betreut werden all diese Maßnahmen durch den Gebietsbetreuer der Wildland-Stiftung, Torsten Kirchner.

Für die Schulkinder ist die Lupinenaktion immer ein besonderes Ereignis. 239 Kinder von der Grundschule Nordheim, der Ignaz Reder Realschule in Mellrichstadt, der Grundschule Bischofsheim und dem Rhöngymnasium in Bad Neustadt beteiligten sich heuer daran und halfen in über 1000 Stunden, die Lupinen einzudämmen. Dabei erfahren sie auch, warum der ganze Einsatz notwendig ist.

Lupinen aus der Familie der Hülsenfrüchte können mit Hilfe von Bakterien Stickstoff aus der Luft im Boden anreichern. Einmal ausgesamt, verdrängen Lupinen typische Blumen der Bergwiesen wie die Arnika und Margariten, die auf magere Standorte angewiesen sind und den Nährstoffeintrag nicht vertragen. Zudem wird das wertvolle Heu, das mit den giftigen Lupinen angereichert ist, nicht mehr gefressen.

 

 

Die Sensenaktionen sind mittlerweile schöne Tradition mit positivem Effekt geworden. Nach den Feierabendeinsätzen hält Bärbel Ludwig von der Bergwacht immer wieder eine Brotzeit bereit, ihr gebührt besondere Anerkennung für Organisation und Motivation der Helfer. Nicht umsonst ist Frau Ludwig mittlerweile als „Lupinen Bärbel“ bekannt.

Für die Getränke sorgte unser Sponsor des Rhön-Projekts, der Mineral-Brunnen Rhön-Sprudel! Herzlichen Dank!

 

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