Wiesenbrütende Vogelarten in Gefahr? Eine Bestandsaufnahme im Projekt „Natur.Vielfalt.Isental“

Im Rahmen des Projekts „Natur.Vielfalt.Isental“ wird aktuell eine Kartierung zur Erfassung der Bestände verschiedener Vogelarten und insbesondere der Wiesenbrüter durchgeführt.

Seit Januar 2016 ist im Isental das neue BayernNetzNatur-Projekt „Natur.Vielfalt.Isental“ angelaufen. Die Trägergemeinschaft, bestehend aus den Kommunen Dorfen, Lengdorf, Obertaufkirchen, Schwindegg, Rattenkirchen und der Wildland-Stiftung Bayern hat sich für die fünfjährige Laufzeit des Projektes das Ziel gesetzt, naturschutzfachlich wertvolle Lebensräume wie Niedermoorreste, Streu- und Nasswiesen zu erhalten, zu schützen und wiederherzustellen. Vor allem für Wiesenbrüter, aber auch für Niederwild und diverse Insekten- und Amphibienarten sollen wieder geeignete Habitate geschaffen werden. Im Rahmen des Projekts wird von März bis August 2016 eine Vogelkartierung zur Erfassung des Bestandes verschiedener Vogelarten im Projektgebiet durchgeführt. Dabei wird vor allem ein Hauptaugenmerk auf wiesenbrütende Vogelarten, wie Kiebitz, Bekassine und Feldlerche gelegt. Diese bodenbrütenden Vogelarten sind durch die intensive Bewirtschaftung deutlich seltener in unserer Heimat anzutreffen. Mithilfe der Erhebung soll der aktuelle Bestand der Vogelarten erfasst werden, um anschließend Maßnahmen zum Schutz dieser seltenen Arten, die zum Teil auf der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt sind, ergreifen zu können. Aber auch jeder Einzelne kann zum Schutz der Wiesenbrüter beitragen: Gerade jetzt im Frühjahr gehen die Vögel ihrem Brutgeschäft nach. Doch wie der Name schon vermuten lässt, liegen die Eier nicht in Nestern in sicherer Höhe auf Bäumen, sondern gut getarnt auf Wiesen und Feldern. Um die brütenden Vögel nicht aufzuschrecken und von ihrem Nest zu vertreiben, ist es jetzt besonders wichtig, die Wiesen nicht zu betreten und insbesondere auch Hunde nicht durch die Wiesen laufen zu lassen, die gerne die Nester aufstöbern. Bitte helfen Sie mit, den Lebensraum unserer Wiesenbrüter zu schützen, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder in Zukunft noch die tollkühnen Flugmanöver der Kiebitze oder den einmaligen Gesang der Feldlerche bestaunen können.