Wildland-Stiftung übernimmt Waldwiese bei Gartenried

Die Wildland-Stiftung Bayern hat vom Landkreis Schwandorf eine Feuchtwiese bei Gartenried in ihre Obhut übernommen.

Die gut ein Hektar große Waldwiese bei Gartenried wurde vom Biber teilweise vernässt und war deshalb für die landwirtschaftliche Nutzung nur mehr bedingt geeignet. Deshalb gab der Eigentümer sie an den Landkreis ab. Landrat Volker Liedtke legte ihre Betreuung in die Hände der Wildland: „Mit der Übernahme der Fläche durch die Stiftung werden im Landkreis wichtige Lebensräume für seltene Pflanzen- und Tierarten zum Wohle der Natur sichergestellt“, sagte er beim Übergabetermin am 4. Mai 2012. Seltene Pflanzen wie Breitblättriges Knabenkraut, Wald-Läusekraut oder Schwarzwurzel bleiben nun erhalten. Prof. Dr. Jürgen Vocke, Vorsitzender des Stiftungsrats und Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV) dankte für die Überlassung der wertvollen Naturschutzfläche. Alexander Flierl, Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Oberviechtach, engagiert sich ebenfalls für den Erhalt der vernässten Wiese, die er durch ihre abgeschiedene Lage auch als Nahrungsbiotop für den seltenen Schwarzstorch einstuft. Dieser brütet in unmittelbarer Nähe. Markus Kurz vom Naturpark Oberpfälzer Wald erwartet, dass sich auf der Fläche sehr schnell eine Vielfalt an Insekten, Amphibien und Reptilien wie beispielsweise Sumpfschrecke, Grasfrosch und Ringelnatter einstellen wird und die Stiftung damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Landkreis leistet.

Näheres zum Projekt sehen Sie in einem kurzen Filmbeitrag von Oberpfalz TV.