Uferrehnen an der Baunach wieder geschlossen

Seit 2011 engagiert sich die Wildland-Stiftung Bayern zur Sicherung und Optimierung von Wiesenbrüterlebensräumen an der Baunach. Jetzt wurde nachjustiert und Uferrehnen wieder geschlossen.

Erst im vergangenen Jahr wurden Maßnahmen zur Optimierung des Lebensraums im Wiesenbrütergebiet an der Baunach umgesetzt. Auf der „Bullenwiese“ der Gemeinde Pfarrweisach wurden flache Seigen angelegt und sogar Uferbereiche der Baunach geöffnet, um den Feuchtlebensraum für die Bekassine, Kiebitz und Co. zu verbessern.

Nachdem die Baunach heuer immer wieder stark erhöhten Wasserstand führte, wurden jedoch ganze Teile des Projektgebiets mehrfach überschwemmt. Betroffen davon waren nicht nur die gemeindeeigene Bullenwiese sondern auch flußabwärts liegende Wiesen bis fast zum Kraisdorfer Ortsrand. Das Wasserwirtschaftsamt hat deshalb Mitte Juli Uferbereiche wieder geschlossen. Revierpächter Dr. Michael Groß konnte das Material dazu von einer Baustelle organisieren, sodass die Maßnahme für die Gemeinde Pfarrweisach kostenneutral abgewickelt werden konnte. An der vom Wasserdruck meist belasteten Stelle in einer Flussbiegung baute das WWA zur Absicherung noch große Wasserbausteine ein. Anschließend wurden die Uferbereiche wieder mit Gras eingesät, so dass es hoffentlich einem nächsten Hochwasser standhält. Die auf der Bullenwiese ursprünglich angelegten Seigen sind jetzt die gewünschten wechselfeuchten Himmelsteiche.

Sicherlich den Überschwemmungen geschuldet konnte Dr. Groß heuer keine Bekassinenbruten beobachten. Doch waren viele Schilfvögel wie Schilf-, Teich-, Sumpfrohrsänger, Rohrammer, Rohrweihe und auch wieder Blaukehlchen zu beobachten. Dass das Gebiet großräumig auch für Limikolen von Bedeutung ist, zeigt die Anwesenheit eines Waldwasserläufers über die Sommermonate.

Aktuelles zu diesem Projekt

Bullenwiese wird Feuchtbiotop (8. Dezember 2015)
Biodiversität im Baunachtal (4. Dezember 2015)
Wildland fördert Vogelvielfalt an der Baunach (21. Dezember 2012)