Bunte Vielfalt auf den Acker gesät

Am 10. Oktober 2016 unterstützen Gabriele Nikles, Projektbetreuerin des Natur.Vielfalt.Isental-Projekts und Anja Thole, Mitarbeiterin bei Treffpunkt Wildland das von der Ökomodellregion Isental ins Leben gerufene Ackerwildkraut-Projekt.

Schulkinder der ersten und zweiten Klasse der Grundschule Schwindegg säten auf einer gemeindlichen Fläche hinter dem Wasserschloss Schwindegg Samen von ursprünglich heimischen, aber mittlerweile sehr selten gewordenen Ackerwildkräutern ein. Initiiert wurde das Ackerwildkraut-Projekt von Rosa Kugler von der Ökomodellregion Isental, die gemeinsam mit dem Bund Naturschutz, den Imkervereinen Buchbach und Stierberg, der Gemeinde Schwindegg und der Unteren Naturschutzbehörde Mühldorf sowie der Wildland-Stiftung an der Umsetzung arbeitet. Ziel dieser Aktion ist es, nicht nur Lebensraum und Nahrungsquelle für viele Bienen und weitere Tierarten wie z.B. für verschiedene Niederwildarten zu schaffen, sondern auch wieder Farbtupfer in die Ackerlandschaft zu bringen und dadurch die Bevölkerung an der bunten Artenvielfalt teilhaben zu lassen. Biolandwirt Gust Obermeier, der die Fläche seit einigen Jahren bewirtschaftet, stellt dafür gerne einen Streifen seines Ackers zur Verfügung. Bürgermeister Dr. Karl Dürner bedankte sich bei den Grundschülern für ihren Einsatz für die Natur, denn nun seien sie an der Reihe, die Fehler der Erwachsenen wieder auszubessern und einen kleinen Schritt hätten sie mit dieser Aktion bereits getan. Nachdem die Kinder kurz einige der Ackerwildkräuter wie Frauenspiegel, Kornrade, Ackerröte, Acker-Rittersporn oder Kornblume vorgestellt hatten, durften sie die von Landwirt, Jäger und Saatgutvermehrer Georg Hans gewonnene Samen auf der Fläche ausbringen. Großen Spaß machte ihnen das Andrücken der Samen mit eigens für diesen Tag angefertigten Brettern mit Schlaufen für die Schuhe.

 

Fotos: A. Zahn