Warum Bienen so wichtig sind

Bienen sind nicht nur fleißige Helfer in der Landwirtschaft, sondern leisten auch einen enormen Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Insgesamt 60 Kinder der 2., 3. und 4. Klasse der Grundschule Obertaufkirchen nahmen am Bienen-Projekt von Treffpunkt Wildland teil. Dieses wurde anlässlich des Jahresnaturschutzthemas „Lebensraum Wiese“ der Wildland-Stiftung Bayern im Jahr 2016/2017 veranstaltet. Die Schülerinnen und Schüler lauschten äußerst konzentriert dem 20-minütigen Naturfilm „Das Leben der Honigbiene“, in dem gezeigt wurde, dass Honigbienen den Menschen seit Urzeiten faszinieren. Nicht nur wegen des süßen Honigs wird die Honigbiene geschätzt, sondern auch weil sie fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen bestäubt. Somit kommt der Westlichen Honigbiene eine große ökologische Bedeutung zu. Die restlichen 20 Prozent gehen auf das Konto von Hummeln, Fliegen, Wildbienenarten, Schmetterlingen und anderen Insekten.

Faszinierend fanden die Kinder auch die Anatomie der Honigbiene, die besondere Anpassungen wie z.B. Sammelbeine, einen Honigmagen, Facettenaugen und Wachsdrüsen aufweist.

Auch die Lebensweise der Honigbiene, die in einem Staat lebt, ist enorm beeindruckend. Neben einer einzigen Königin gibt es viele fleißige Arbeiterinnen und einige männliche Bienen, die Drohnen. Die Königin ist die einzige Biene, die Eier legt und somit verantwortlich für das Fortbestehen des Volkes ist. Die Drohnen haben lediglich die Aufgabe junge Bienenköniginnnen auf deren Hochzeitsflug zu begatten. Die Arbeiterinnen haben während ihres Lebens viele verschiedene Berufe, die sie zeitlich nacheinander ausüben. Zu Beginn ihres Lebens kümmern sie sich um die Brut und reinigen den Bienenstock. Später werden sie zu Wächterinnen und schließlich übernehmen sie die gefährlichste Aufgabe und verlassen den Stock, um Pollen zu sammeln. Als Sammlerin zeigt die Arbeiterin eine der interessantesten Verhaltensweisen der Bienen, den sogenannten Schwänzeltanz. Damit zeigt sie ihren Kolleginnen im Stock an, wo und in welcher  Richtung sich die nächste lohnenswerte Nahrungsquelle befindet.

Jeder Einzelne kann einen Beitrag zum Schutz der Bienen leisten:
Du kannst in deinem Garten bienenfreundliche Pflanzen anpflanzen oder eine Nist- und Überwinterungshilfe für Wildbienen selber bauen.

Im Anschluss an den Film durften die Schülerinnen und Schüler viele Fragen an Imker Michael Meingaßner stellen, der sich extra hierfür Zeit genommen hatte. Er zeigte zudem seine Ausrüstung wie Schutzkleidung, Smoker und Bienenkasten, die es ihm ermöglicht mit den Bienen zu arbeiten.

Ein kleines Bienen-Quiz und das Drehen von Kerzen aus Bienenwachsplatten rundeten den Projekt-Vormittag ab. Alle Kinder konnten das Quiz richtig beantworten und bekamen von Treffpunkt Wildland tolle Käppis als Preise.