UN-Dekade-LogoNatur.Vielfalt.Tännesberg

Bayerische Modellgemeinde Biodiversität Tännesberg

Logos BNF-GlücksspiraleDas Projekt wird gefördert vom Bayerischen Natur-schutzfonds aus Mitteln der Glücksspirale.

08. Juni 2015

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf überreicht UN-Dekade-Preis

PreisübergabeDie Trägergemeinschaft der Bayerischen Biodiversitätsgemeinde Natur.Vielfalt.Tännesberg erhielt am 3. Juni von Umweltministerin Ulrike Scharf in Tännesberg den UN-Dekade-Preis überreicht. Die Ministerin gratulierte zu der Auszeichnung, denn das Projekt in Tännesberg überzeugte das UN-Dekade-Büro durch seine Ideenvielfalt und den engen Schulterschluss der Beteiligten aus Gemeinde und der Verbände, kooperativ statt konfrontativ gemeinsamen zum Erhalt der Biodiversität beizutragen. Bürgermeister Max Völkl bedankte sich im Namen der Trägergemeinschaft bei der Ministerin für Überreichung des Lebens-Vielfaltsbaums und der Urkunde.

Nach dem jüngst veröffentlichten Artenschutz-Report des Bundesamts für Naturschutz ist jede dritte Art in ihrem Bestand bedroht. Nach Ministerin Scharf stimmen zwar die Ziele, doch hapert es bei der Umsetzung . "Deshalb brauchen wir mehr Menschen wie Sie, die vorangehen und Projekte mit Signalwirkung und Beispielcharakter wie hier in Tännesberg", so Scharf. Mehr zur Preisverleihung

Projektleiterin Gabriele Schmidt erläuterte im Anschluss bei einer Exkursion weitere Einzelheiten zum vielfältigen Engagement.

 

Entwicklung zum Projekt: Im Rahmen eines Modellprojekts will der Markt Tännesberg zusammen mit seinen Partnern aus Naturschutz, Landwirtschaft und Jägerschaft eine gemeinsame Strategie zur Optimierung der Biodiversität auf Gemeindeebene entwerfen und in den nächsten Jahren konsequent umsetzen.
Die Trägergemeinschaft aus der Gemeinde und den Naturschutzorganisationen Wildland-Stiftung Bayern, Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V., dem Bund Naturschutz in Bayern e. V. sowie dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald wird im Rahmen dieses Projekts die langjährigen BayernNetz Natur-Projekte fortsetzen und ausweiten.
Projektziel: Das Projekt wird im Gemeindebereich von Tännesberg entsprechend der Zielsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie mit folgenden Schwerpunkten umgesetzt:
• Sicherung der Arten- und Lebensraumvielfalt durch Schutz und Optimierung der wildlebenden Arten und ihrer Lebensräume
• Erhaltung und Verbesserung des Biotopverbunds
• Erhaltung und Verbesserung der Agrobiodiversität durch Förderung nachhaltiger Landnutzungsformen und der Vielzahl an Nutztieren und -pflanzen, verknüpft mit einer Ausweitung der regionalen Vermarktung
• Flankierende Maßnahmen zur Umweltbildung, Besucherlenkung und Entwicklung eines sanften Tourismus
Leitarten: Rebhuhn als Leitart der Tiere der Feldflur
Rotvieh als bedeutsame Haustierrasse
alte Getreide und Kartoffelsorten
Geografische Lage: Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Charakteristika: Naturraum Nördlicher Oberpfälzer Wald mit zahlreichen Kuppen, Wäldern, Feuchtwiesen, naturnahen Bachtälern mit natürlicher Ufervegetation, Hecken, Raine, Quellen, Teiche
Flächengröße: Das Projektgebiet umfasst das Gemeindegebiet von Tännesberg mit rund 47 km2; davon rund 120 ha Eigentumsflächen im Besitz der verschiedenen Naturschutzverbände der Trägergemeinschaft zur Sicherung naturschutzfachlich bedeutsamer Flächen.
Projektbeginn: 2009
Maßnahmen: Maßnahmen zur Erhöhung der Agrobiodiversität
• Beratung von Landwirten zur Erhaltung genetischer Ressourcen bei Nutzpflanzen und -tieren.
• Sicherung und Ausweitung der Produktion landwirtschaftlicher Naturschutzprojekte
• Aufbau eines gemeinsamen Vermarktungslabels
Projektpartner:

Projektpartner in der Trägergemeinschaft:
Gemeinde Tännesberg
Wildland-Stiftung Bayern
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V.
Bund Naturschutz in Bayern e. V.
Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald

An dem Projekt sollen möglichst alle Gruppierungen und Nutzer sowie verschiedene Fachressorts aus Wirtschaft, Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Bildung beteiligt werden und zur Umsetzung beitragen.

Besonderheiten: Produkte zur Regionalvermarktung aus landwirtschaftlicher Erzeugung, wie beispielsweise:
• Streuobsterzeugnisse wie Säfte, Brände, Schaumweine, Trockenobst
• Rindfleisch und Rindfleischprodukte
• Schaf- und Ziegenprodukte
• Bier aus alten Getreidesorten
• Mehl sowie Brot- und Backwaren aus alten Getreidesorten
• Kartoffeln aus alten Kartoffelsorten
• Fische aus extensiver Teichwirtschaft
• Wildprodukte

26. Juni 2014

Emmer - eine alte Getreidesorte fürs Rebhuhn in Tännesberg

SommeremmerEben die Vielfältigkeit ist das Markenzeichen des Projekts Natur.Vielfalt.Tännesberg der Biodiversitätsgemeinde Tännesberg. Vielfältige Strukturen und mosaikartige Verteilung von Getreide- und Hackfruchtanbau, Gräben, Blühflächen und Hecken mit vielen Insekten bieten Rebhühnern und anderen Tieren der Feldflur geeigneten Lebensraum. Heuer konnten vermehrt wieder Neuntöter und Wachtel beobachtet werden, die von den umfangreichen Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung profitieren. Die Eigentumsflächen der Wildland-Stiftung sind in das Gesamtkonzept der Maßnahmen eingebunden.
Auch heuer gelang es Projektleiterin Gabriele Schmidt zusammen mit Landwirtin Petra Klinger wieder die alte Getreidesorte Emmer anzubauen. Zu sehen ist das beispielsweise auf der Demonstrationsfläche der Stiftung am Rebhuhn-Wanderweg. Als Spelzgetreide wird es nach der Ernte in ortsnahen Mühlen entspelzt, bevor es in der Bäckerei Spickenreiter in Tännesberg zu den vielgefragten Rebhuhnloibl und anderen Backwaren verarbeitet wird. Als weitere Spezialität aus dem Projekt ist das Rebhuhnzoigl bekannt, ein Bier gebraut aus den alten Getreidesorten Emmer, Dinkel und Einkorn. Der extensive Anbau der alten Getreidesorte Emmer oder auch der Anbau von Hackfrüchten ohne Düngung und Pestiziden trägt zur Lebensraumverbesserung für die Rebhühner und vieler weiterer Arten der Feldflur bei.

 

8. Oktober 2013

Neue Förderphase für Biodiversität in Tännesberg

Taennesberg FoerderungDie Modellgemeinde Biodiversität Tännesberg geht in eine neue Entwicklungsphase: Der Bayerische Naturschutzfonds hat weitere Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro bis 2017 zugesagt. Anlässlich dessen trafen sich Projektbeteiligte und Presse am 8. Oktober in Tännesberg mit dem zuständigen Vorstand des Fonds, Georg Schlapp. Bei einer Wanderung durch das Kainzbachtal präsentierten Initiator Anton Wolf und die neue Projektmanagerin Gabriele Schmidt einige Erfolge der letzten Jahre: Das Wiesental ist durchgängig, indem Fichtenriegel entfernt und traditionelle Steinbrücken gebaut wurden. Es wurden Teiche und Steinaufschüttungen für Arten wie Schwarzstorch oder Kreuzotter angelegt. Die Flächen werden extensiv bewirtschaftet und weisen einen hohen Anteil an bedrohten Arten auf, wie Weiße Waldhyazinthe, Sumpfschrecke, kurzflügelige Schwertschrecke oder aus der Gruppe der Libellen alle drei Keiljungferarten. Die Besuchergruppe fand Fraßreste des Fischotters. SieTaennesberg Wanderung besuchte auch eine Weide mit der alten Nutztierrasse Rotvieh. Wie Schlapp betonte, sind die Fördergelder dazu gedacht, das Erfolgsgeheimnis des Biodiversitätsprojekts Tännesberg bald weiterzugeben. Konkret formulierte er die Erwartung, dass in den nächsten drei Jahren ein Leitfaden für andere Gemeinden erstellt werden soll. Außerdem solle der „Feinkostladen" Tännesberg mit Rebhuhnzoigl, bunten Kartoffeln und Backprodukten aus alten Getreidesorten noch besser vermarktet werden.

 

18. September 2013

Tännesberger Regionalmarkt brach alle Rekorde

Taennesberg KraeuterwanderungDer 8. Tännesberger Regionalmarkt am 8. September erreichte Rekordzahlen an Besuchern. Insbesondere die Tännesberger Naturprodukte aus den Naturschutzprojekten von LBV, Bund Naturschutz und Wildland-Stiftung stießen auf großes Interesse bei den Besuchern und fanden regen Absatz. Rebhuhnzoigl, Rotviehprodukte, Naturparkbrot, Emmermehl und Apfelsaft: allesamt Köstlichkeiten, die in der Bayerischen Modellgemeinde Biodiversität selbst produziert und verarbeitet werden. Innenhof und Scheune des wunderschön renovierten Gasthauses „Lederer“ dufteten nach Emmerkuchen, frisch gebackenen Emmerwaffeln von den Tännesberger Landfrauen sowie geschmackvollem Rotviehbraten mit Knödeln und Reibekuchen mit Apfelmus. Die Jäger brieten Wildbratwürste und servierten Wildgulasch. Handwerker präsentierten ihre Arbeit. Steingartengewächse, Töpferarbeiten, Handgenähte Taschen, Honigprodukte und vieles mehr wurden in den Verkaufsständen angeboten. Eine Kräuterwanderung fand so starken Zuspruch, dass zwei Gruppen gebildet wurden. Hier wurden die Teilnehmer unter anderem über die in Tännesberg laufenden Naturschutzprojekte und ihre Ziele informiert. Organisiert wurde der Regionalmarkt von der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, den BBV Landfrauen und der Familie Völkl mit tatkräftiger und emsiger Unterstützung der Tännesberger Dorfgemeinschaft.  

 

 

28. September 2012

Erfolgreicher Tännesberger Regionalmarkt

Regionalmarkt TaennesbergAm 9. September 2012 fand in Hof und Scheune des rustikalen Gasthofs Lederer bei schönem Wetter wieder ein Tännesberger Regionalmarkt statt. Insbesondere die Produkte aus den Naturschutzprojekten der Umgebung fanden guten Absatz bei den Besuchern. Dazu zählten bunte Kartoffeln, Apfelsaft, Rebhuhnzoigl, Rotviehprodukte oder Naturparkbrot aus der Bayerischen Modellgemeinde Biodiversität. Auch Emmerkuchen, frisch ausgebackene „Auszogne“ von den Tännesberger Landfrauen sowie geschmackvoller Rotviehbraten mit Knödeln, Reibekuchen mit Apfelmus, Wildbratwürste und frisch gerillte Forellen zählten dazu. Handwerk, Naturfuehrung TaennesbergGartenschmuck, Töpferarbeiten, Gewürze und Schönes aus Schiefer wurden an Verkaufsständen angeboten. Anlässlich des Marktes gab es auch eine Naturführung entlang des Rebhuhnwegs. Die Teilnehmer erfuhren an Rainen, Hecken und Blühflächen mehr über die Artenschutzmaßnahmen für das Rebhuhn und die Tiere der offenen Feldflur. Organisiert wurde der Regionalmarkt von der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, den BBV Landfrauen und der Familie Völkl mit tatkräftiger Unterstützung der Tännesberger Dorfgemeinschaft. Weitere Infos: www.taennesberg.de

 

08.09.2011

6. Regionalmarkt in Tännesberg

In der Oberpfalz fand am Sonntag den 11. September 2011 zum 6. Mal der Regionalmarkt in Tännesberg im Landkreis Neustadt an der Waldnaab statt. Vor allem gab es dabei Spezialitäten aus dem Gemeinschaftsprojekt "Bayerische Modellgemeinde Biodiversität Tännesberg" zu erwerben: Wildschweinbraten aus dem Holzbackofen, Wildbratwürstl, Rotviehbraten, frische Forelle, Emmerbrot und  Rebhuhn-Zoigl. Auf geführten Wanderungen konnten die Besucher die biologische Vielfalt rund um Tännesberg kennenlernen: Hans Klünner führte durch das artenreiche Kainzbachtal und Jagdpächter Rudolph Wolf erklärte entlang dem Rebhuhnweg die speziellen Bedürfnisse des Feldhuhns.

 

 13.9.2009

Rebhuhnweg in Tännesberg eröffnet

Rebhuhnweg TaennesbergZum zehnjährigen Jubiläum des Rebhuhnprojektes in Tännesberg im Landkreis Neustadt an der Waldnaab konnte der Vorstandsvorsitzende der Wildland-Stiftung, Dr. Wolfgang Schiefer, zusammen mit Dr. Günther Baumer, Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbands und Wildland-Geschäftsführer Eric Imm einen weiteren Baustein in der Öffentlichkeitsarbeit des Projekts präsentieren: den Rebhuhnweg in Tännesberg.

Der Umweltbildungsweg beginnt mit einer Informations-Tafel am Marktplatz in Tännesberg und führt über die Felder und Wiesen. Auf Tafeln entlang des Weges werden die Ansprüche des Rebhuhns vorgestellt und Maßnahmen erläutert, die den Lebensraum für die Feldhühner verbessern.

In Zukunft wird das Rebhuhnprojekt im Rahmen eines Großprojekts unter dem Titel "Bayerische Modellgemeinde Biodiversität Tännesberg" fortgeführt.