Auszeichnungen für Erhalt der Biologischen Vielfalt

Birkwild-Projekt zum UN-Dekade-Projekt des Monats gewählt

UN-Dekade-ProjektDas Projekt „Das Birkwild in der Rhön - Flaggschiff der Biodiversität eines Landschaftsjuwels" wurde per online-Abstimmung zum UN-Dekade-Projekt des Monats Dezember 2015 gewählt. Sie finden das Projekt nun auf der Website der UN-Dekade unter http://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/monatsprojekt-waehlen/archiv-monatsprojekte/ in der Liste der Monatsprojekte der UN-Dekade Biologische Vielfalt.


Nun hat das Projekt zusätzlich die Chance, als offizielles Jahresprojekt der UN-Dekade ausgezeichnet zu werden!

 

 

 

08. Dezember 2015

Jetzt - Abstimmung zum UN-Dekade-Projekt des Monats läuft für

Das Birkwild in der Rhön - Flaggschiff der Biodiversität eines

Landschaftsjuwels

http://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/monatsprojekt-waehlen/projekt-details/wahl/Wettbewerb/

Stimmen Sie für das Projekt der Wildland-Stiftung Bayern - herzlichen Dank.

 

Birkwild in der Rhön

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf überreichte die Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt am 3.9.2015 an die Wildland-

UN-Dekade-Logo

Stiftung Bayern

07. Sept. 2015

UN-Dekade-Preis mit StMin Scharf

Birkwild ist die Leitart für das Naturschutzgebiet „Lange Rhön" im Biosphärenreservat Rhön, einem Hotspot der Biologischen Vielfalt in Deutschland. Die Wildland-Stiftung Bayern engagiert sich als Naturschutzorganisation des Bayerischen Jagdverbands seit Jahrzehnten für den Erhalt dieser einzigartigen biologischen Vielfalt mit dem „Birkwild in der Rhön". Dafür wurde sie vom Bundesamt für Naturschutz mit dem Qualitätssiegel UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf überreichte die Auszeichnung stellvertretend für die Wildland-Stiftung Bayern an Gebietsbetreuer Torsten Kirchner und Berufsjäger Christian Lintow: "Die Artenvielfalt in Bayern steht unter Druck. Nur gemeinsam kann der Erhalt der biologischen Vielfalt gelingen. Birkhühner leben dort, wo die Natur noch intakt ist. Dank des großen Engagements der Wildland-Stiftung Bayern und der unzähligen Ehrenamtlichen aus Bergwacht, Lebenshilfe, Rhönklub und vielen mehr konnte die Birkhuhnpopulation in der Rhön gesichert werden. Die Auszeichnung als UN-Dekade Projekt ist deshalb eine Auszeichnung für die ganze Region."

Dr. BecksteinZu Gast war auch Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein. Als Vorsitzender des Kuratoriums der Wildland-Stiftung Bayern erinnerte er daran, die Schöpfung nicht auszubeuten sondern zu bewahren.

Landrat Thomas Habermann freut sich sehr über die Auszeichnung an die Wildland-Stiftung für das „Birkwild-Projekt in der Rhön". „In der bayerischen Rhön wird überzeugend vorgelebt, dass sich ökologische und ökonomische Entwicklung hervorragend verbinden lassen", so der Landrat.

 

Naturerbe Bayerns in GoldProf. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands und Vorsitzender des Stiftungsrats der Wildland-Stiftung Bayern würdigte das langjährige Engagement von Landrat und Kuratoriumsmitglied Thomas Habermann sowie dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement der Jägerschaft. Er zeichnete Landrat Habermann und Christoph Helm als langjährigen Leiter des Birkwildhegerings mit der Auszeichnung des Bayerischen Jagdverbands, mit der "Medaille Naturerbe Bayerns in Gold" aus.

 

Logos BNF-GlücksspiraleDie Stelle des Gebietsbetreuers wird gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der Glücksspirale.

 

 

 

 

 

Naturschutzgebiet „Lange Rhön" - ein Hotspot der biologischen Vielfalt

Im Projekt „Birkwild in der Rhön" wird das Birkhuhn als Leitart im Naturschutzgebiet „Lange Rhön" im Biosphärenreservat Rhön benannt. Mit seinen vielschichtigen Ansprüchen an den Lebensraum sind die Anforderungen an Maßnahmen zum Schutz dieser Hühnervögel sehr hoch. Dazu gehören unter anderem die Sicherung von Habitaten mit ausreichend Deckung zu allen Jahreszeiten, störungsarmer Habitatbereiche zur Brut- und Aufzuchtzeit, artenreicher Bergwiesen, die eine Vielzahl von hochspezialisierter Insekten anlocken, die den Jungvögeln in den ersten Lebenstagen als eiweißreiche Nahrung zur Verfügung stehen, ausreichend beerentragender Zwergsträucher als Nahrungsreservoir im Herbst und Winter und eine geringe Prädatorendichte.
Zum Schutz dieser Leitart werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um eine hohe Strukturvielfalt zu erhalten. Beispielsweise gehören dazu: die Räumung von Fichtenriegeln zum Erhalt der offenen Landschaft, mosaikartige Bewirtschaftung der Bergwiesen mit unterschiedlichen Mahdzeitpunkten, Besucherlenkung, um störungsarme Habitatbereiche zu erhalten, Prädatorenkontrolle zur Verminderung der Fressfeinde und vieles mehr.
All diese Maßnahmen zum Schutz des Birkhuhns in der Rhön tragen dazu bei, die biologische Vielfalt, also die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten zu sichern. Viele davon stehen auf der Roten Liste und sind in Bayern vom Aussterben bedroht. Die Wildland-Stiftung trägt im Biosphärenreservat Rhön mit diesem Projekt wesentlich zum Erhalt dieses Hotspots der Biodiversität im Naturschutzgebiet „Lange Rhön" und zum Erhalt von Wachtelkönig, Karmingimpel, Raubwürger oder auch von Orchideen und Arnika bei. Damit ist Birkhuhnschutz gleichzeitig auch Schutz der der biologischen Vielfalt in der offenen Mittelgebirgslandschaft der Hochrhön.
Projektziel: Erhalt der letzten außeralpinen Birkwildpopulation in Süddeutschland
Leitart: Birkwild, Bekassine, Raubwürger, Wachtelkönig, Neuntöter und Wiesenpieper
Geografische Lage: Im Dreiländereck Bayern, Hessen, Thüringen
Landkreis Rhön-Grabfeld
Charakteristika: Land der offenen Fernen: Offene Bergkuppen der Hochrhön mit Hochmooren und einem kleinräumigen Mosaik aus Magerwiesen, Borstgras-Magerrasen mir Arnika, Silberdistel und Türkenbund, Goldhaferwiesen, Kalkmagerrasen, Feuchtwiesen mit Trollblumen, Gebüsch und Gräben
Flächengröße: 16,8194 Hektar Flächen im Eigentum der Wildland;
das Naturschutzgebiet "Lange Rhön" umfasst 3.272 Hektar, das bayerische Teilgebiet des Biosphärenreservats Rhön erstreckt sich auf 72.802 Hektar
Projektbeginn: 1976
Projekterweiterungen: 1978, 1984, 1985, 1992, 1995, 2003, 2009
Maßnahmen:

Alle geplanten und durchgeführten Maßnahmen tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt im Naturschutzgebiet "Lange Rhön" bei:
Anstellung eines Gebietsbetreuers und eines Berufsjägers,
Koordination und Durchführung von Biotoppflegemaßnahmen: Waldumbau, Entbuschungen von Öhrchenweide, Lupinenbekämpfung, Schließen von Entwässerungsgräben im „Schwarzen Moor", extensive Bewirtschaftung
Durchführung der Jagd im Naturschutzgebiet nach erstelltem Bejagungskonzept, Revierübergreifende Jagd auf Prädatoren (Fuchs, Marder), Bejagung von Schwarzwild, Freiwillige Kirrungsvereinbarung
Öffentlichkeitsarbeit: Besucherlenkung und Aufklärung
Planung und Durchführung der Birkwildzählungen im Frühjahr und Herbst
Ganzjähriges Monitoring von Birkwild und Begleitarten

Projektpartner:

Kreisgruppe Bad Neustadt, Kreisgruppe Mellrichstadt, Birkwildhegering,
Regierung von Unterfranken, Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Neustadt, Verwaltungsstellen des Biosphärenreservats in Bayern, Hessen und Thüringen

Rhönsprudel-LogoWir danken der Firma Mineralbrunnen Rhön-Sprudel für die großzügige Unterstützung des Engagements der Stiftung im Biosphärenreservat Rhön.

 

Logos Europäoscher Sozialfonds Die Stelle des Gebietsbetreuers wird gefördert über den Bayerischen Naturschutzfonds.