Kinder säen Wildblumen für Wildbienen und andere Insekten aus

Die beiden 1/2 Kombiklassen der Grundschule Oberflosssing waren bei diesem speziellen Schul-Projekt, bei dem regionale Wildblumensamen ausgesät wurden, mit Feuereifer dabei.

Irmi Auer vom Gartenbauverein Flossing-Polling hatte die Idee eine Gemeindefläche in Oberflossing, auf der bereits Obstbäume und eine kleine Hecke angelegt worden waren, noch weiter für die Natur aufzuwerten. Da die Idee sofort Anklang bei Bürgermeister Lorenz Kronberger fand initiierten die beiden ein Kooperationsprojekt zusammen mit dem Fachreferenten Matthias Nirschl von der Unteren Naturschutzbehörde Mühldorf und dem Team von Treffpunkt Wildland sowie der Grundschule in Oberflossing. Bevor es an die Arbeit ging,  bekamen die Schüler von Johanna Vilsmeier eine Einführung zum Thema und wussten wie wichtig es ist für Insekten wie Wildbienen oder Schmetterlinge Nahrungsangebote durch Wildblumen zu schaffen. Bürgermeister Kronberger kümmerte sich im Vorfeld um die Vorbereitung des Saatbeetes und die Untere Naturschutzbehörde stellte das Saatgut zur Verfügung, das aus Mitteln der Gerhard und Ellen Zeidler-Stiftung finanziert worden war. Matthias Nirschl erklärte den Kindern nun wie dieses fachgerecht auf der bereits umgearbeiteten Fläche auszubringen ist. Die Schüler erfuhren außerdem, dass die Samen von einem Saatgutvermehrer aus der Region stammen und  im Herbst ausgebracht werden müssen, da die Samen als „Frostkeimer“ einen Kältereiz benötigen, um keimen zu können.

Jede Klasse durfte eine Hälfte der Fläche einsäen und zusätzlich den Samen mit sogenannten Kleegeigen ausbringen. Hier kam Irmi Auer zum Einsatz, die zeigte wie diese Gerätschaften funktionieren, die früher für die Einsaat von Kleefeldern benutzt wurde. Die Kleegeige wird mit einem Schultergurt seitlich am Körper getragen. Durch Ziehen und Schieben eines eingebauten Stocks wird durch eine Schnur der Streuteller bewegt und das Streugut ausgebracht. Die Kleegiege sorgt so für eine gleichmäßige Aussaat von feinen Samen und wird gerne für Klee oder auch andere Kleinsamen verwendet.

Als weiteren Programmpunkt gab es für die Schüler noch eine Heckenführung am nahegelegenen Weiher mit Patrizia Weindl. Hier erarbeiteten die Kinder sich spielerisch die Bedeutung von Wildhecken als Lebensraum für Wildtiere und  lernten auch einige Heckensträucher wie Pfaffenhütchen, Wolliger Schneeball, Holler und Eberesche kennen.

Nach so viel Arbeit kam die Brotzeitpause mit belegten Semmeln und selbtgemachter Apfel-Hollunder-Schorle gerade recht. Für die Brotzeit bedanken wir uns recht herzlich beim Gartenbauverein Flossing-Polling sowie bei allen Beteiligten für den schönen Projekt-Vormittag!