Schätze aus dem Isental: Die Bekassine

Ab März sind Kiebitz und Bekassinen wieder häufiger im Isental anzutreffen. Anders als beim Kiebitz überwintern einige Bekassinen auch im Isental und begeben sich nicht auf Zug. Ab April brüten dann einzelne Paare gut versteckt an Feuchtstellen – doch diese werden immer seltener. Bayernweit ist die Bekassine von Aussterben bedroht. Neben der Wiederherstellung von Lebensraum können wir diesen seltenen Bewohner durch Ruhe während der Brut unterstützen. Das heißt jeder von uns kann helfen! Bitte meiden Sie daher die sensiblen Wiesenbrütergebiete im Isental und besuchen diese bis Mitte Juli weniger. Auch andere Wildtiere befinden sich gerade in der Brut- und Setzzeit und danken für die Ruhe und Rücksichtnahme.

Als Lebensraum nutzen Bekassinen vor allem offene Wasserstellen, vernässte und extensiv genutzte Wiesen, überschwemmte Bereiche und Brachen. Ihr langer Schnabel dient ihnen als Werkzeug, um in der oberen Bodenschicht nach Würmern und Insekten zu stochern. Mit Ihrem Schnabel orten und tasten sie im Boden. Der Oberschnabel ist dabei im vorderen Teil sogar etwas biegsam. Bei der Nahrungssuche sind sie auf weiche Untergründe und vernässte Bodenstellen angewiesen. Durch den Wandel in der Landschaft mit Entwässerung und Nutzungsintensivierung sind diese Bereiche im Isental rar und die Bekassine hier somit zu einem besonders seltenen Schatz geworden.

Selten zu sehen: Die Bekassine (Bildquelle: Andreas Hartl)