Zahlreiche Vogelarten sind an eine strukturreiche Landschaft mit einer guten Ausstattung an Nahrungstieren und -pflanzen, sauberen Ressourcen und ausreichend Brut- und Versteckmöglichkeiten gebunden. Nicht umsonst wurde diese Klasse der Wirbeltiere im Rahmen der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung als Indikator für den Zustand der Biologischen Vielfalt ausgewählt. Die Wildland-Stiftung Bayern fördert gezielt vor allem die bedrohten Spezialisten unter ihnen, wie Birkhuhn, Schwarzstorch oder Bekassine. Es profitieren jedoch auch zahllose weitere Arten von unseren Projekten.

Derzeit finden Sie zu folgenden Vogelarten Steckbriefe, weitere sind in Arbeit: Alpenschneehuhn, Auerhuhn, Bekassine, Birkhuhn, Dohle, Dreizehenspecht, Feldlerche, Fischadler, Großer Brachvogel, Habichtskauz, Haselhuhn, Haussperling, Kiebitz, Mauersegler, Mehlschwalbe, Neuntöter, Raubwürger, Rauchschwalbe, Raufußkauz, Rebhuhn, Rotschenkel, Schleiereule, Schwarzspecht, Schwarzstorch, Sperlingskauz, Steinhuhn, Steinkauz, Sumpfohreule, TurmfalkWaldkauz, Zwergohreule

Kiebitz (Vanellus vanellus)

Mit seiner Federholle ist der Kiebitz ein unverwechselbarer, aber inzwischen leider sehr bedrohter Wiesenbrüter.

Typische Merkmale: Mit seinem langen Schopf und dem grün schillernden Rücken ist der Kiebitz einzigartig unter den Limikolen. Auffällig ist sein buntes Gefieder mit einer langen schwarzen Feder am Hinterkopf. Typischer Charaktervogel auf Wiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Lebensweise: Außerhalb der Brutzeit sind Kiebitze oft in Schwärmen, die sich in der Luft meist zu breiten Bändern formieren. Kurzstreckenzieher, Rückkehr aus dem Winterquartier ab Februar, Herbstzug bis November.

Fortpflanzung: Nest flache Mulde am Boden; Legezeit März bis Ende Mai (Anfang Juni); 1 Jahresbrut. 4 Eier; kreisel- oder birnenförmig, olivbraun, mit zahlreichen schwarzen Flecken gut getarnt. Männchen und Weibchen brüten 26-29 Tage; Junge sind etwa mit 35-40 Tage flugfähig.

Nahrung: Verschiedene bodenbewohnende Wirbellose, Insekten, Larven, Würmer und daneben auch Pflanzenteile.

Feinde und Verluste: Prädatoren, wie Füchse, Dachse, Rabenvögel und Greifvögel.

Während der Brutzeit bitten wir Hunde an der Leine zu lassen und nicht querfeldein zu gehen. Störungen am Nest verursachen Flucht des brütenden Vogels und damit leichte Beute für Nesträuber, wie beispielsweise die Rabenkrähe.

Hohe Gelege- und Kükenverluste durch intensive Landwirtschaft: durch vielfache Bearbeitungsgänge werden Gelege zerstört.

Status: Mittlerweile wird der Kiebitz in der roten Liste bayernweit als stark bedroht eingestuft. (RL 2)

Besonderheiten: Typisches Ablenkverhalten: Als „Gaukler“ der Lüfte lockt der Kiebitz seine Feinde von der Brut weg. Dabei gaukelt er vor, einen gebrochenen Flügel zu haben und segelte unsicher und schaukelnd Richtung Boden, so als könnte er sich nicht mehr in der Luft halten. Für den Fuchs und andere Räuber wäre der vermeintlich verletzte Kiebitz eine leichte Beute, weshalb er mit seinem Gaukelflug sofort Aufmerksamkeit weckt. Doch kurz bevor der Kiebitz den Boden erreicht, erhebt er sich wieder in die Luft. Mit diesem Ablenkungsmanöver lenkt der Kiebitz Räuber von seinem Gelege ab.

Titelbild: Kiebitz©H. Glader/piclease

Feldlerche – Alauda arvensis

Die Feldlerche zählt zu den typischen Vögeln der Agrarlandschaft. Mit anhaltendem „tirilieren“  während ihres Singflugs markiert die Feldlerche ihr Revier am Boden.

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Haselhuhn (Bonasa bonasia)

Das Haselhuhn zählt in Bayern zu den spärlichen Brutvögeln. Seine gute Tarnung und versteckte Lebensweise erschweren Nachweise dieser Raufußhühner.

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Mauersegler (Apus apus)

Der  lateinische  Name des Mauerseglers, Apus apus, leitet  sich  aus  dem  Griechischen  ab  und  bedeutet: „Keine Füße“.
Den Namen verdankt der Mauersegler der Tatsache, dass er die meiste Zeit seines Lebens in der Luft verbringt.

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