Birkwildzählung: Trockenheit im Sommer war wohl zu extrem

Bei herbstlichen Bedingungen fand am Samstag den 22. September 2018 unter Leitung der Wildland-Stiftung Bayern die Herbstzählung der Birkhühner in der Rhön statt. Mit 10 Hähnen und 7 Hennen blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück.

Der Spitzensommer 2018 machte zunächst Hoffnung auf gute bis sehr gute Aufzuchtsbedingungen für die Birkhühner in der Rhön. Doch das Zählergebnis, das Beobachter aus Jägerschaft und Ornithologen nun zusammentrugen, ist ernüchternd. Mit 10 Birkhähnen und 7 Hennen ist laut Wildland-Gebietsbetreuer Torsten Kichner zwar nicht der komplette Birkwildbestand abgebildet, doch einen echten Bestandsschub, wie er hoffnungsfroh erwartet wurde, hat es sicherlich nicht gegeben.

Offensichtlich war es des Guten zu viel mit Trockenheit und Hitze. Wochenlange Phasen ohne jeden Niederschlag und sogar ohne Morgentau waren wohl eine „Durststrecke“, die die Vögel der borealen bis subarktischen Klimazone an den Rand des Verkraftbaren brachte. Im Sommer noch konnten Hennen mit sehr kleinen Küken beobachtet werden, doch die Sichtung beflogener, flügger Gesperre blieb bislang leider aus.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist die Überlebensrate der ausgewilderten und besenderten Vögel aus dem Frühjahr 2018. Von 6 besenderten Hennen können aktuell noch 4 im Gebiet gepeilt werden. „Das sei ein erfreuliches Ergebnis und so sei man zuversichtlich, dass es im kommenden Jahr wieder etwas besser laufe“, so Birkwildhegeringleiter Enno Piening.

Der windige Zählmorgen brachte auch bei den 37 Begleitarten nichts Spektakuläres hervor. Raubwürger, Rotmilan und Wiesenpieper sind zwar keine Allerweltsvögel, für die Hochrhön jedoch an der Tagesordnung.

Titelbild: Offenlandschaft in der Rhön©U. Kay-Blum