Turmfalke (Falco tinnunculus)

Der Turmfalke ist einer unserer häufigsten Greifvögel. Auffallend ist sein typischer Rüttelflug bei der Jagd.

  • Typische Merkmale:
    Der Turmfalke ist kleiner und schlanker als eine Krähe.
    Das Männchen zeichnet sich durch eine graue Zeichnung an Kopf und Schwanz aus. Im Gegensatz dazu besitzt das Weibchen eine schwarze Endbinde. Die Flügel sind bei beiden Geschlechtern an der Oberseite rotbraun.
  • Lebensweise:
    Der Turmfalke ist neben dem Mäusebussard bei uns der häufigste und verbreitetste Greifvogel, der das ganze Jahr über und vom Tiefland bis ins Hochgebirge vorkommt.
  • Fortpflanzung:
    Baut wie alle Falken kein eigenes Nest. Eier werden in Mauerspalten, Felsspalten aber auch in ehemalige Krähen- und Elsternnester abgelegt. Die braun gefleckten Eier werden im April/Mai abgelegt. Nach einer Brutdauer von 21 bis 27 Tagen schlüpfen in der Regel vier bis sechs Junge.
  • Nahrung:
    In erster Linie Mäuse, aber auch kleine Bodentiere wie Maulwürfe und Spitzmäuse. Auch Reptilien, Kleinvögel und Insekten stehen auf dem Speiseplan des Turmfalken.
  • Feinde und Verluste:
    Der Turmfalke ist in Bayern nicht gefährdet. Mit Nistkästen kann der Bestand an Turmfalken lokal gefördert werden.
  • Lebensraum:
    Sehr anpassungsfähig, was die Wahl des Lebensraumes angeht: brütet in Städten, Steinbrüchen, im Hochgebirge oder in Feldgehölzen.
  • Verbreitung:
    In Eurasien und Afrika mit Ausnahme der Wüstengebiete.
  • Status:
    Rote Liste der Brutvögel in Bayern: Nicht gefährdet
  • Besonderheiten:
    Die am häufigsten angewandte Jagdmethode ist der Suchflug, bei der das allbekannte Rütteln eingesetzt wird.
    Eine untergeordnete aber nicht zu verachtende Jagdmethode sind neben dem Suchflug auch noch der Ansitz und die Luftjagd.

Aktuelles zu diesem Projekt

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