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Fischotter (Lutra lutra)

12.05.2016

Der Fischotter galt lange Zeit in Bayern als ausgestorben, bis er in den 80er Jahren als Zuwanderer aus seinem Hauptverbreitungsgebiet in Tschechien nachgewiesen wurde. Er unterliegt dem Jagdrecht, ist aber dennoch streng geschützt und darf nicht be...

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Fischotter im Bayerischen Wald

08.12.2015

Niederbayern liegt am Rande des Hauptverbreitungsgebiets des Fischotters in Tschechien und Österreich. Zuwandernde Tiere haben Ostbayern bereits durchgängig besiedelt. Die Wildland-Stiftung Bayern engagiert sich maßgeblich in ihrem Management....

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Brücke bei Haidmühle ottergerecht ausgebaut

Neues ottergerechtes Brückenbauwerk bei Haidmühle im Bayerischen Wald hilft, die Todesursache Nummer eins beim Fischotter zu verringern.

Dank des Engagements der Wildland-Stiftung Bayern und der Jägerschaft im Bayerischen Wald gilt heute das Vorkommen des Fischotter als gesichert. Dennoch zählt als häufigste Todesursache beim Fischotter (Lutra lutra) bis heute der Straßenverkehr, welche beim Überqueren von Straßen von otteruntauglichen Brücken auftritt. Eine Eigenart wird dem Otter dabei zum Verhängnis: Er durchläuft Brücken nur „trockenen Fußes“.

An der Staatsstraße Philippsreut –Altreichenau sollte ein bestehender Stahlblechdurchlass durch den Neubau eines Betonbrückenbauwerkes über den Kreuzbach ersetzt werden und konnte im Rahmen der Baumaßnahmen „ottergerecht“ mit seitlichen Querungshilfen ausgestattet werden. Damit muss der Fischotter nicht über den Straßenkörper wechseln, sondern kann gefahrlos unter der Brücke durchwandern. Erfahrungsgemäß sind trockene, möglichst beiderseitige Ottersteige als Querungshilfen und eingebaute, größere Trittbausteine im Fließbereich zur Reviermarkierung zielführend. Es ist bemerkenswert, dass Fischotter dieselben Wege und Pässe bevorzugen und speziell in ottergerechten Bauwerken sich längere Zeit aufhalten, ohne dass dabei der fließende Straßenverkehr einen störenden Einfluss hat. Das Gerinne selbst wurde als Wildbachgerinne ausgebildet und mündet unmittelbar in die Kalte Moldau.

Großer Dank gebührt hier Richard Hoffmann, der sich als Regierungsbezirksvorsitzender von Niederbayern im Bayerischen Jagdverband gemeinsam mit dem Leiter des Staatlichen Bauamts in Passau, mit Baudirektor Robert Wufka zum Schutz des Fischotters eingesetzt hatte.

 

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