Himmelsteiche im Projekt an der Baunach besichtigt

Gleich zu Beginn flogen zwei Bekassinen von den Himmelsteichen auf, die Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf, MdL, und Staatssekretärin Dorothee Bär, MdB, bei einer Bereisung zum Projekt der Wildland-Stiftung Bayern an der Baunach in Unterfranken besichtigten.

Als „Himmelsteiche“ bezeichnete Projektleiter und Revierpächter Dr. Michael Groß die angelegten Wiesenseigen, die auf einer Gemeindewiese bei Kraisdorf/Pfarrweisach im Landkreis Hassberge den Lebensraum für Bekassine, Dunklen Wasserläufer und Co. verbessern. Nach kräftigen Regenfällen bieten die flachen Wasserstellen gute Nahrungshabitate für die Limikolen. Anlässlich einer Veranstaltung in Unterfranken bereisten Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf, MdL, zusammen mit Dorothee Bär, MdB, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium das Biodiversitätsprojekt im Baunachtal, um sich von den Fortschritten zur Lebensraumverbesserung zu überzeugen. Dr. Groß erläuterte den Teilnehmern, darunter Landrat Thomas Habermann vom Bezirk Unterfranken, Steffen Vogel, MdL, Ralf Nowak, Bürgermeister von Pfarrweisach, Helmut Sieghörtner, Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Ebern sowie den Mitgliedern des Vorstands der Wildland-Stiftung Bayern, Dr. Wolfgang Schiefer und Dieter Sedlmayer den Werdegang dieses Projekts und zeigte die neu angelegten Wasserstellen, die nun den Lebensraum für viele Vögel, Libellen und Amphibien deutlich verbessern. Die Strukturvielfalt aus Hecken, Uferrändern, Schilfgürtel und extensiv wie intensiv genutztem Grünland bietet mit den neuen Seigen Lebensraum für 35 Brutvogelarten, unter anderem für Wasserralle, Blaukehlchen, Rohrweihe oder Bekassine. Darüber hinaus nutzen zahlreiche Nahrungsgäste wie Waldwasserläufer, Schwarzstorch oder Flussuferläufer die Wiesen. Im Baunachtal sind in diesem Bereich 22 verschiedene Libellenarten und über 288 Pflanzenarten  nachgewiesen worden. Scharf bedankte sich ausdrücklich bei den Projektträgern für ihr Engagement in diesem gelungenen Vorzeigeprojekt. Herzlicher Dank galt den Bläsern der Kreisgruppe Ebern, die mit ihren Klängen die Veranstaltung hervorragend umrahmt haben.

Die Wildland-Stiftung Bayern engagiert sich seit 2012, die einzigartigen Lebensräume an der Baunach zu sichern und zu optimieren. Dank der guten partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pfarrweisach, dem Wasserwirtschaftsamt, den Naturschutzbehörden und der Jägerschaft und Jagdgenossen, und hier allen voran dem unermüdlichen Engagement des Revierpächters Dr. Michael Groß, konnten die Optimierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Auch auf stiftungseigenen Flächen sind Wasserseigen angelegt und neue geplant.

 

Aktuelles zu diesem Projekt

Uferrehnen an der Baunach wieder geschlossen (7. September 2016)
Bullenwiese wird Feuchtbiotop (8. Dezember 2015)
Biodiversität im Baunachtal (4. Dezember 2015)
Wildland fördert Vogelvielfalt an der Baunach (21. Dezember 2012)