Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber zu Gast in Oberfranken im Projekt „Agrarlandschaft von morgen“.

Das Projekt „Die Agrarlandschaft von morgen – zeitgemäße Lösungen für die Lebensgemeinschaft Rebhuhn“ ist ein Kooperationsprojekt, in dem Behörden, Landnutzer und Naturschützer an einem Strang ziehen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber informierte sich am 19. Juni 2020 über das erfolgreiche Artenschutz-Projekt in Oberfranken, an dem die Wildland-Stiftung Bayern als Partner der Projektträger zusammen mit der Jägerschaft maßgeblich an der Umsetzung beteiligt ist.

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Seltener Gast im Thalhamer Moos

Zur Zugzeit der Vögel kann man immer mit Überraschungen rechnen. So auch im Thalhamer Moos, wo jetzt eine Uferschnepfe gesichtet wurde. Die Wildland-Stiftung Bayern engagiert sich seit vielen Jahren zum Schutz des Niedermoores und ihrer Wiesenbrüter.

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Würdigung von Natura 2000-Partnern im Haarmoos

Im Rahmen des EU-Projektes „LIFE living Natura 2000“ wurden Ende November 2019 Natura 2000-Paten und Natura 2000-Partnerschaften in Bayern herausgestellt und durch das Bayerische Umweltministerium gewürdigt, darunter auch die Wildland-Stiftung Bayern.

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Der Kiebitz ist zurück im Isental

Er ist also wieder da, der Kiebitz, und für uns als Projektbetreuer des BayernNetzNatur-Projekts „Natur.Vielfalt.Isental“ spielt diese Art eine zentrale Rolle. Die Wildland-Stiftung Bayern setzt sich in diesem Projekt besonders für das Überleben der Kiebitze und weiterer Wiesenbrüterarten ein.

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Kiebitz (Vanellus vanellus)

Mit seiner Federholle ist der Kiebitz ein unverwechselbarer, aber inzwischen leider sehr bedrohter Wiesenbrüter.

Typische Merkmale: Mit seinem langen Schopf und dem grün schillernden Rücken ist der Kiebitz einzigartig unter den Limikolen. Auffällig ist sein buntes Gefieder mit einer langen schwarzen Feder am Hinterkopf. Typischer Charaktervogel auf Wiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Lebensweise: Außerhalb der Brutzeit sind Kiebitze oft in Schwärmen, die sich in der Luft meist zu breiten Bändern formieren. Kurzstreckenzieher, Rückkehr aus dem Winterquartier ab Februar, Herbstzug bis November.

Fortpflanzung: Nest flache Mulde am Boden; Legezeit März bis Ende Mai (Anfang Juni); 1 Jahresbrut. 4 Eier; kreisel- oder birnenförmig, olivbraun, mit zahlreichen schwarzen Flecken gut getarnt. Männchen und Weibchen brüten 26-29 Tage; Junge sind etwa mit 35-40 Tage flugfähig.

Nahrung: Verschiedene bodenbewohnende Wirbellose, Insekten, Larven, Würmer und daneben auch Pflanzenteile.

Feinde und Verluste: Prädatoren, wie Füchse, Dachse, Rabenvögel und Greifvögel.

Während der Brutzeit bitten wir Hunde an der Leine zu lassen und nicht querfeldein zu gehen. Störungen am Nest verursachen Flucht des brütenden Vogels und damit leichte Beute für Nesträuber, wie beispielsweise die Rabenkrähe.

Hohe Gelege- und Kükenverluste durch intensive Landwirtschaft: durch vielfache Bearbeitungsgänge werden Gelege zerstört.

Status: Mittlerweile wird der Kiebitz in der roten Liste bayernweit als stark bedroht eingestuft. (RL 2)

Besonderheiten: Typisches Ablenkverhalten: Als „Gaukler“ der Lüfte lockt der Kiebitz seine Feinde von der Brut weg. Dabei gaukelt er vor, einen gebrochenen Flügel zu haben und segelte unsicher und schaukelnd Richtung Boden, so als könnte er sich nicht mehr in der Luft halten. Für den Fuchs und andere Räuber wäre der vermeintlich verletzte Kiebitz eine leichte Beute, weshalb er mit seinem Gaukelflug sofort Aufmerksamkeit weckt. Doch kurz bevor der Kiebitz den Boden erreicht, erhebt er sich wieder in die Luft. Mit diesem Ablenkungsmanöver lenkt der Kiebitz Räuber von seinem Gelege ab.

Titelbild: Kiebitz©H. Glader/piclease