Haselmaus ist Wildtier des Jahres 2017

Der putzige, nachtaktive Kletterkünstler ist gar keine Maus, sondern ein mausähnliches Nagetier und gehört zur Familie der Bilche. Er wurde von der Deutschen Wildtier Stiftung und der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Tier des Jahres gewählt.

Gerade einmal 15 cm misst die Haselmaus, wobei fast die Hälfte davon der Schwanz ausmacht. Dieser dient als Balancierhilfe bei flinken Klettereien durch die Äste der Sträucher. Das Fell der Haselmaus ist meist gelb- bis rotbräunlich mit einem weißen Fleck an Kehle und Brust.

Tagsüber schläft sie in ihrem kugelförmigen Kobel, ein Nest aus Gras, Blättern und Moos. In der Zeit von Mai bis Ende Oktober streift sie nachts umher und ernährt sich von Früchten, Knospen, Samen, Blättern, Insekten sowie Nüssen, besonders gerne Haselnüsse.

Fast die Hälfte des Jahres verbringt die Haselmaus im Winterschlaf in einem Nest am Boden, dabei reduziert sie ihre Körpertemperatur deutlich. Wie eine Kugel eingerollt übersteht sie die kalte Jahreszeit und zehrt von ihren im Sommer angefutterten Fettreserven.

Als Lebensraum dienen der Haselmaus artenreiche Waldrand- und andere Saumstrukturen. Hier hält sie sich gerne in Haselsträuchern auf. Allerdings sind die Bestände der Haselmaus in den letzten Jahrzehnten rapide zurückgegangen, da ihr Lebensraum deutlich schwindet.

(Titelbild: Haselmaus von E. Thielscher)