Neuer Berufsjäger in der Rhön

Die Wildland-Stiftung Bayern konnte zum 1. Januar 2018 die Stelle des Berufsjägers in der Rhön neu besetzen. Zum Schutz der wiesenbrütenden Vogelarten wie dem  Birkhuhn ist neben dem Erhalt der Lebensräume besonders auch die Minimierung der Verluste durch Fressfeinde erforderlich.

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Gemeinsam mit Landrat Thomas Habermann vom Landkreis Rhön-Grabfeld stellte die Wildland-Stiftung Bayern Ende Januar im Landratsamt von Bad Neustadt an der Saale Raphael Blum als neuen Berufsjäger für das Naturschutzgebiet Lange Rhön der Öffentlichkeit vor.

Raphael Blum ist der neue Berufsjäger der Wildlandstiftung Bayern in der Rhön. Im Bild (von links) Thorsten Kirchner (Schutzgebietsbetreuer für das Schutzgebiet lange Rhön), Eric Imm (Wildland-Geschäftsführer), Raphael Blum und Landrat Thomas Habermann©Martina Harasim
Raphael Blum ist der neue Berufsjäger der Wildlandstiftung Bayern in der Rhön. Im Bild (von links) Thorsten Kirchner (Schutzgebietsbetreuer für das Schutzgebiet lange Rhön), Eric Imm (Wildland-Geschäftsführer), Raphael Blum und Landrat Thomas Habermann©Martina Harasim

Die Wildland-Stiftung Bayern setzt sich als Naturschutzorganisation des Bayerischen Jagdverbands seit Jahrzehnten zusammen mit dem Birkwildhegering in der Rhön sehr intensiv für den Schutz der hier noch lebenden Birkhühner ein. Diese stehen im Naturschutzgebiet als Leitart einer Reihe weiterer hochbedrohter, wiesenbrütender Vogelarten wie Wachtelkönig, Bekassine, Braunkehlchen oder Wiesenpieper voran.

Nach umfänglichen Vorbereitungen und unter Einhaltung der IUCN-Kriterien läuft seit dem Jahr 2010 die Auswilderung schwedischer Birkhühner zur genetischen Auffrischung der kleinen Restpopulation. Die schwedischen Vögel konnten sich im Lebensraum in der Rhön etablieren. Seit dem Jahr 2013 sind nach Jahren ohne Reproduktion wieder Gesperre zu beobachten. Die kleine Population bleibt dennoch schutzbedürftig und braucht zum Überleben ausreichend geeigneten Lebensraum und die Minimierung der Verluste durch Fressfeinde und Störungen.

Ein wesentlicher Pfeiler des Gebietsmanagements ist daher auch die Kontrolle der Prädatoren wie Fuchs, Waschbär oder Marder. Bereits seit 1995 beschäftigt die Stiftung deshalb einen Berufsjäger, der die örtlichen Revierjäger bei der Aufgabe des Prädatorenmanagement unterstützt.

Geschäftsführer Eric Imm von der Wildland-Stiftung Bayern freut sich, dass nun nach einem Jahr die vakante Stelle zum 1. Januar 2018 wieder neu besetzt werden konnte. In Abstimmung mit den Naturschutzbehörden und in enger Zusammenarbeit mit Gebietsbetreuer Torsten Kirchner von der Stiftung und den örtlichen Revierinhabern wird sich der neue Berufsjäger Raphael Blum um Fuchs, Waschbär und Co. kümmern. „Die Kontrolle der Prädatoren ist eine wichtige Voraussetzung für eine Stabilisierung der Birkwildpopulation in der Rhön und hat darüber hinaus Modellcharakter für ganz Deutschland“, so Imm weiter.

Titelbild: Fuchswelpe©Wolfgang Schruf/piclease