Es ist viel los im Isental

In den letzten Wochen wurde viel Zeit in den Naturschutz im Isental gesteckt. Mit den Landwirten wurde besprochen, wie die Flächen der Wildland-Stiftung Bayern im Thalhamer Moos weiter bewirtschaftet werden sollen. Im Thalhamer Moos wurde Springkraut rund um die Torfhütte entfernt und bei Oberdorfen konnten Weißstörche und Bekassinen beobachtet werden.

 

Mit den Landwirten, die schon viele Jahre im Thalhamer Moos die Flächen der Wildland-Stiftung Bayern bewirtschaften, wurde besprochen was in diesem Jahr bei der naturverträglichen Bewirtschaftung der extensiven Wiesen zu beachten ist.

Im Thalhamer Moos war dieses Jahr eine Springkrautaktion mit Schülern geplant. Das Indische Sprungkraut ist in Bayern nicht heimisch ist und breitet sich stark aus (invasiv). Zusammen mit Schülern wollte die Wildland-Stiftung Bayern die Pflanzen noch vor der Samenreife entfernen. Leider konnte auf Grund andauernden Starkregens die Aktion nicht durchgeführt werden.

Rund um die Torfhütte im Thalhamer Moos konnten dieses Jahr dennoch wenige verbliebene Pflanzen des Indischen Sprinkrauts händisch entfernt werden. So wurde zumindest die Verbreitung des Indischen Springkrauts  in diesem Gebiet eingedämmt.

Im Thalhamer Moos blüht im Moment rund um die Torfhütte der Teufelsabbiss. Der Teufelsabbiss hat seinen Namen von der Wurzelform. Die Wurzel stirbt am Ende ab und dabei wirkt das Rhizom wir abgebissen. In Sagen heißt es deshalb, dass auf Grund der Heilkraft des Teufelsabbiss der Teufel so wütende war, dass er die Wurzel abgebissen hat. Die Pflanze bevorzugt moorige und feuchte Flächen, wie sie in Teilbereichen noch immer im Thalhamer Moos zu finden sind.

Zwei Weißstörche und mehrere Bekassinen konnten während der Strukturkartierung im Feuchtwiesenkomplex bei Oberdorfen bei der Nahrungssuche beobachtet werden.  Dieses Jahr konnte ein Weißstorchenpaar auf dem ehemaligen Schreinereischlot der Familie Bauer bei der Brut beobachtet werden. Leider haben sie ihre Brut auf Grund ungünstiger Witterung verloren. Wir hoffen im nächsten Jahr die Störche wieder in Dorfen begrüßen zu können. Bei besseren Wetterbedingungen könnte dann auch ein Bruterfolg erzielt werden.